Archiv der Kategorie: RefugeeProtest

Fr 7.11. 18 Uhr Lausitzer Platz: Demo gegen die geplante Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule

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Bildquelle: Twitter

Vier Monate nach der versuchten Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule versucht der Bezirk durch seine grüne Bürgermeisterin Monika Herrmann, die verbliebenen Bewohner*innen zum 31.10.2014 auf die Straße setzen zu lassen. Vom im Juli vereinbarten internationalen Flüchtlingszentrum in Selbstverwaltung mit vielfältigsten Angeboten droht nun nicht viel mehr als ein besseres Lager übrig zu bleiben. Dass viele der Bewohner*innen in Berlin formell keinerlei Anspruch auf Leistungen hätten und der private Sicherheitsdienst zuviel Geld kostet, scheint der grünen Bezirksbürgermeisterin jetzt auszureichen, um aktiv diese Vereinbarung zu brechen. Das Konzept, welches die Aktivist*innen der GHS für die Ausgestaltung der Schule entworfen haben, hätte sie nie zu Gesicht bekommen.

Mit diesem faulen Abschieben der Verantwortung und dem Aberkennen grundlegender Rechte beteiligen sich die Grünen erneut aktiv daran, Menschen in die Obdachlosigkeit zu schicken und zeigen damit, dass Versprechen auch in der Kreuzberger Politik nicht das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen. Auch die Diakonie scheint als künftiger finanzieller Träger die momentanen Ereignisse kommentarlos hinzunehmen. Vor zweieinhalb Wochen wurde hier die Forderung nach einem “menschlicheren Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland, in Europa und weltweit” verabschiedet. Wir fordern die Diakonie auf, sich in dieser Situation aktiv in die Geschehnisse einzumischen und das Möglichste dazu beizutragen, die angekündigte Räumung zu verhindern!

Wir werden es uns nicht gefallen lassen, dass die Bemühungen um den Bau selbstverwalteter Räume für Geflüchtete durch perfide Taktiererei so ihr Ende finden sollen. Nach der großen Welle an Solidarität in Kreuzberg und darüber hinaus werden wir auch dieses Mal nicht tatenlos zusehen, wie Freund*innen und Nachbarn einfach verarscht und auf die Straße gesetzt werden. Gemeinsam gehen wir deshalb auf die Straße!

Für ein Flüchtlingszentrum in Selbstverwaltung – für eine Stadt der Menschlichkeit und Solidarität!

Bleiberecht für alle! | Fr 07.11.2014 | 18 Uhr | Lausitzer Platz | Kreuzberg

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Zitate-Quiz zur #Ohlauer

Wer könnte wohl folgendes vor kurzem gesagt haben?

Allerdings kann es nicht sein, dass Versprechungen gemacht und Vereinbarungen getroffen werden (…), die dann nicht stimmen. Es geht nicht, dass der Staat etwas zusagt und dann nicht zu seinem Wort steht. Ich glaube, das ist im Moment so mit das Schlimmste, was in Berlin passiert: Dass man sich nicht mehr an sein Wort erinnern will, das man gegeben hat.

Auflösung >>


Und hier eine aktuelle PM (4.11.) des Bündnis Zwangsräumungen verhindern: Alternativen zur Räumung sind möglich!

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Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls: EU-Außengrenzen abreißen!

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Das Künstlerkollektiv Zentrum für politische Schönheit fordert zum 25. Jahrestag des Mauerfalls einen Europäischen Mauerfall: der einzig würdige Weg, 25 Jahre Mauerfall zu feiern, sei, am 9. November mit Bolzenschneidern und Akkuflex an die Außengrenze der EU zu gehen und den Zaun zu öffnen. Zum Auftakt ihrer Aktion haben sie die Gedenkstätte für die Mauertoten am Reichstag abtransportiert. Die sogenannten Mauerkreuze seien schon auf dem Weg an die EU-Außengrenze. Für die Umsetzung der Aktion wird momentan per Crowdfunding gesammelt, in den ersten 12 Stunden sind bereits 10.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld werden Busse und Logistik für alle bezahlt, die sich tatkräftig am Ersten Europäischen Mauerfall beteiligen wollen. Der Bus fährt am 7. November in Berlin ab und es gibt noch Plätze.

Infos auf Twitter: @moral_beauty

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EU-Außengrenze (in diesem Fall Grenze zw. Griechenland u. Türkei)

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Mo 3.11. 16h: Öffentliche UNITED NEIGHBOURS Versammlung wegen drohender Räumung der #Ohlauer Schule

United Neighbours – Offenes Treffen wegen drohender Räumung der Schule in der #Ohlauer Strasse (Ex-Gerhart-Hauptmann-Schule)

Montag | 3. November | 16 Uhr | Reichenberger/Ohlauerstr.

Wir laden euch ein zusammenzukommen und zu planen:
– Wie können wir unsere Wut den Entscheidungsträger_innen deutlich machen?
– Wie werden wir die Schule gegen eine Zwangsräumung verteidigen?

UNITED NEIGHBOURS ist ein Zusammenschluss von Leuten, die die Kämpfe der Geflüchteten, Anti-Rassismus, Kampf um Wohnraum und Recht auf die Stadt zusammenbringen


United Neighbours – public assembly because of imminent eviction of the #ohlauer school (former Gerhart-Hauptmann-Schule)

Monday | 3 November | 16:00 | Reichenbenberger/Ohlauerstraße

We invite all of you to come together and plan:
– How can we express our rage to the people in power?
– How will we defend the school against a forced eviction?

UNITED NEIGHBOURS is a network of people bringing together the struggles of the refugees, anti-racism, housing and cityrights


Video: Der Bezirk lügt! PK in der Ohlauer am 1.11.2014

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Sa 1.11. 13:30 Uhr Gesundbrunnen: Demo „3 Jahre NSU-Enttarnung – Rassismus in der Gesellschaft bekämpfen!“

nsuStaat und Nazis Hand in Hand – Rassismus bekämpfen!“ Anlässlich des 3. Jahrestages des „Auffliegens“ der rechten Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ruft ein breites Bündnis zu einer Gedenk-Demonstration an die Opfer des NSU auf. Gleichzeitig wendet sich die Demonstration gegen das Schweigen des Staates zum NSU und das Fortbestehen rassistischer Zustände.

Wir gedenken: Abdurrahim Özüdoğru, Enver Şimşek, Habil Kılıç, Halit Yozgat, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Mehmet Turgut, Süleyman Taşköprü und Theodoros Boulgarides. Rassismus tötet!
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Nine Days on the Roof (#Ohlauer)

On the 24th of June, 2014 the district of Friedrichshain-Kreuzberg made an operation called „voluntary moving“. The idea was to empty the former Gerhart-Hauptmann school, occupied by refugees since December 2012. The procedure involved over 1000 police officers and blocked the complete neighbourhood. From the 300 of the school’s inhabitants, around 40 people didn’t accept to leave. Instead they stayed inside and resisted for 9 days on the roof of the building.

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Geplante Räumung der Gerhart Hauptmann-Schule: Wir stellen uns quer! #Ohlauer

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Wir würden uns freuen wenn ihr diesen Aufruf mit unterzeichnet. Die Zeit drängt, Solidarität jetzt! Kontakt: zwangsraeumungverhindern@riseup.net
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Ende Juni 2013 gab es eine 10tägige Belagerung der Geflüchteten in der Gerhart-Hauptmann-Schule. Nach langen Verhandlungen und viel Solidarität aus der Nachbarschaft kam es schließlich zu einer Einigung zwischen Bezirk und Geflüchteten, dass die Geflüchteten in der Schule bleiben können.

Nun, 4 Monate später, hat der Bezirk durch seine Bürgermeistern Monika Herrmann eine Kündigung zum 31.10.2014 geschickt. Alle Geflüchteten sollen auf die Straße gesetzt werden. So viel sind die Versprechen der Grünen wert. Anstatt Henkel und den Verantwortlichen im Land auf den Pelz zu rücken und Henkels Büro zu besetzen, geben die Kreuzberger Bezirkspolitiker_innen den Druck nach unten weiter.

Sie reden von Recht und Gesetz, brechen aber alle Vereinbarungen, die sie mit den Refugees eingegangen sind, am Oranienplatz mit Kolat oder in der Schule mit Herrmann!

Wir fordern die Bezirkspolitik dazu auf, ihr Wort zu halten und erklären hiermit, dass wir uns einer Räumung der Schule am Tag X entgegen stellen werden.

Bündnis Zwangsräumung Verhindern

Termin: Solikonzert und Kundgebung für die besetzte Schule
Mittwoch, 29.10. | 19 Uhr | Ohlauerstraße | Kreuzberg

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Gemeinsame Stellungnahme zum wiederholten Bruch der „Oranienplatz Einigung“

 
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Berlin, 23.10.2014
Gemeinsame Stellungnahme zum wiederholten Bruch der `Oranienplatz Einigung´

Wir protestieren gegen das unmenschliche Vorhaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), über 85 Geflüchtete der Unterkünfte Haarlemerstr. 89, Marienfelder Allee und der Gürtelstr. 39, in die Obdachlosigkeit zu schicken.

Lediglich 24 Stunden im Vorlauf haben über 85 Geflüchtete in den jeweiligen Unterkünften durch Namenslisten, welche den Heim-Trägern vom LAGeSo gegeben wurden, erfahren, dass sie über Nacht, bis zum 22.10.2014 um 10 Uhr, ihre Unterkünfte verlassen müssen. Über 85 Geflüchteten wurde trotz einbrechender Kälte und Mittellosigkeit keine andere Möglichkeit angeboten unterzukommen, noch wurde Ihnen die Möglichkeit gegeben, Zeit zu gewinnen, um zumindest nach Notunterkünften zu suchen.
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PM: LAGeSo schickt 85 Oranienplatz-Flüchtlinge in die Obdachlosigkeit

Quelle: http://asylstrikeberlin.wordpress.com/

Pressemitteilung vom 22.10.2014
Nichts gelernt und nichts gewollt – LAGeSo schickt 85 Oranienplatz-Flüchtlinge in die Obdachlosigkeit

Die Flüchtlinge vom Oranienplatz müssen erneut schmerzlich spüren, dass das „Einigungspapier Oranienplatz“ das Papier nicht wert ist auf dem es steht.

Nach Informationen von TeilnehmerInnen des „Oranienplatz-Agreements“ sollen heute insgesamt 85 Menschen ihre Unterkünfte in Marienfelde, Neukölln und Friedrichshain verlassen. Nach dem im August bereits über 100 Menschen in einer Nacht und Nebel Aktion ihre Unterkünfte verlassen mussten, wird erneut auf die gleiche unmenschliche Weise vorgegangen.

Vor weniger als 24h haben die Flüchtlinge erfahren, dass sie heute ihre Unterkünfte verlassen müssen. Folge des verantwortungslosen Handelns des Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) und der Ausländerbehörde sind psychische Zusammenbrüche bis hin zu Suizidversuchen.

Die 85 vom Rausschmiss betroffenen Personen fallen unter das „Einigungspapier“, das Anfang des Jahres zwischen der Senatorin Kolat im Auftrag des Berliner Senats und einer Delegation von Flüchtlingen verhandelt wurde.

Für die Zeit der aufenthaltsrechtlichen Prüfung sind den Menschen Unterbringung und Sozialleistungen des Landes zugesichert wurden. Doch dass die aufenthaltsrechtliche Prüfung in rund 20% der Fälle noch gar nicht abgeschlossen ist, scheint der Ausländerbehörde und LAGeSo schlichtweg egal zu sein. In einem Einzelfall hat die aufenthaltsrechtliche Prüfung noch gar nicht begonnen, obwohl explizit um eine Einladung gebeten wurde, diese aber nicht erfolgte. Der Senat offenbart mit seinem willkürlichen und intransparenten Vorgehen abermals seinen menschenunwürdigen Umgang mit Flüchtlingen in dieser Stadt.

Unter den akut von Obdachlosigkeit betroffenen Flüchtlingen befinden sich neben Familien mit Kleinkindern auch stark traumatisierte und schwer kranke Menschen.

Herr D. ist an Tuberkulose erkrankt und wurde nach 2-wöchiger Behandlung vor kurzem erst aus dem Krankenhaus entlassen. Er hat noch nicht einmal eine Ablehnung seines Antrags auf humanitären Aufenthalt bekommen und dennoch ist er ab heute auf der Straße. Dieses Vorgehen widerspricht der im Agreement gemachten Zusage, dass die Verfahren im „Rahmen aller rechtlichen Möglichkeiten“ geprüft werden. Für Herrn D. ist ab heute völlig unklar, wie er sich von seiner TBC Erkrankung erholen soll und unter welchen Umständen er die 6 Monate dauernde Therapie bewältigen kann, wenn er ab heute wieder auf der Straße leben muss.

Auch der Fall eines Menschen mit gefährlicher und intensivmedizinisch behandlungsbedürftiger Epilepsieerkrankung hindert Ausländerbehörde und LAGeSo nicht daran den Betroffenen auf die Straße zu setzen. Zumal durch den behandelnden Arzt attestiert wurde, dass eine Obdachlosigkeit, die mit Schlafmangel einhergeht, unbedingt zu vermeiden ist, da die Anfälle nachweislich dadurch ausgelöst wurden. Auch diese Person befindet sich rechtlich immer noch im Entscheidungsverfahren auf humanitären Aufenthalt. Ein weiterer Flüchtling befindet sich derzeit wegen akuter Suizidgefahr in der Psychiatrie, sobald er entlassen wird, wird auch er auf der Straße stehen.

Die Flüchtlinge vom Oranienplatz haben sich mit der Räumung des Platzes an ihren Teil der Vereinbarung gehalten. Der heutige Rausschmiss zeigt abermals den Unwillen des Senats sich an seinen Teil der Vereinbarung zu halten.

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Travel Warning: EU wide Police Operation „Mos maiorum“ from 13th-26th Oct 2014

+++ Travel Warning +++ Reisewarnung +++ Avertissement de voyage +++ Seyahat Uyarisi +++ Alerta para los migrantes +++ Utazási figyelmeztetés +++ Kujdes Qarkullimi/Udhëtimi +++ تحذير سفر +++ عملیات گسترده +++ Flyer-Download +++
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